Woiwodschaft Opole (Oppeln), Polen


Die Woiwodschaft Opole, deutsch auch Woiwodschaft Oppeln mit der Hauptstadt Opole (Oppeln) ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen. Sie befindet sich im Südwesten des Landes und umfasst den westlichen Teil Oberschlesiens, der Region um Opole, ergänzt um die vormals niederschlesischen Kreise Brzeg und Namysłów.

Die Woiwodschaft Opole bildet das Zentrum der deutschen Minderheit in Polen, die mit ihrem Wahlkomitee seit dem Jahr 1998 Anteil an der Verwaltung des dortigen Sejmik hat. 28 Gemeinden der Woiwodschaften sind offiziell zweisprachige Gemeinden. 

Zur heutigen Woiwodschaft Opole zählt auch der ehemalige Landkreis Falkenberg O.S.. Falkenberg O.S. war ein preußischer Landkreis in Oberschlesien, der in den Jahren 1743 bis 1945 bestand. Seine Kreisstadt war die Stadt Falkenberg O.S.

Die Woiwodschaft Opole ist in 11 Landkreise unterteilt, wobei die Hauptstadt Opole kreisfrei ist. 

  • Brzeg (Brieg) 
  • Głubczyce (Leobschütz) 
  • Kędzierzyn-Koźle (Kandrzin-Cosel) 
  • Kluczbork (Kreuzburg O.S.) 
  • Krapkowice (Krappitz) 
  • Namysłów (Namslau) 
  • Nysa (Neisse) 
  • Olesno (Rosenberg O.S.) 
  • Opole (Oppeln) 
  • Prudnik (Neustadt O.S.) 
  • Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz) 

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Bis zum Jahr 1945 war diese Region Teil der preußischen Provinz Oberschlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 wurde sie mit der Woiwodschaft Schlesien zusammengeschlossen. 1950 ging aus einer Gebietsreform die Woiwodschaft Opole hervor. Aus der damaligen Woiwodschaft Niederschlesien wurden die Kreise Brzeg und Namysłów der neuen Woiwodschaft angegliedert.

Die Woiwodschaft Opole entstand erstmals im Jahr 1950, bei den Verwaltungsreformen in den Jahren 1975 und 1998 kam es zu Grenzkorrekturen beziehungsweise zum Gebietsaustausch. Die heutige Woiwodschaft Opole entstand aus der von 1975 bis 1998 existierenden gleichnamigen Woiwodschaft.

In einer dritten Gebietsreform von 1975 wurden der Kreis Racibórz der Woiwodschaft Katowice und ein Teil des Kreises Olesno der Woiwodschaft Częstochowa angeschlossen.

In einer vierten Gebietsreform des Jahres 1999, die das Ziel hatte, historische Woiwodschaften zu bilden, sollte die Woiwodschaft Opole nach Plänen der polnischen Regierung aufgelöst werden. Der westliche Teil mit den Kreisen Brzeg und Namysłów sollte an die Woiwodschaft Niederschlesien abgetreten werden und der größte Teil der Woiwodschaft sollte zusammen mit der Woiwodschaft Katowice und einem Teil der Woiwodschaft Częstochowa die Woiwodschaft Schlesien bilden. Die Bevölkerung der Woiwodschaft Opole leistete jedoch enormen Widerstand gegen diese Pläne der Regierung, da durch die Bildung der Woiwodschaft Schlesien der Einfluss der deutschen Minderheit in der Landesregierung untergehen würde. Der Widerstand wurde dabei nicht allein von der deutschen Minderheit aus der Region, sondern auch von den polnischen Schlesiern und Polen mitgetragen, die sich mit ihrer Woiwodschaft verbunden fühlen.

Mit der Auflösung der Woiwodschaft Częstochowa im Jahr 1999 wurde der Landkreis Olesno nach 24 Jahren schließlich wieder der Woiwodschaft Opole angegliedert. Im Jahr 2006 wurde Radlau zudem die erste offiziell zweisprachige Gemeinde der Woiwodschaft und führte Deutsch als zweite Amtssprache ein. 


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