Niestroj Wilhelm, 1927, Oppeln, Oberschlesien  


Geboren am: 25.01.1927 in Oppeln
Gestorben am: 29.03.2003 in Siegburg 
Verheiratet:  nein
Kinder:  keine
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Wilhelm Niestroj wurde am 25.01.1927 in Oppeln, Oberschlesien geboren. Nach Abschluss der katholischen Knaben-Volksschule (1933 bis 1941) am 01.04.1942 wurde er als Lehrling bei der deutschen Reichsbahn in Oppeln aufgenommen. Im August 1944 wurde er zum Arbeitsdienst verpflichtet und im Dezember zum Wehrdienst einberufen. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er nach kurzer Ausbildung noch als Infanterist an der Westfront eingesetzt. Wenige Monate später setzte er sich nach Oberfranken ab, wo er auf dem Bauernhof der Familie Wich eine neue Heimat fand.

Sein lang gehegter Wunsch, Missionar zu werden, erfüllte sich im April 1947 mit dem Eintritt in die Missionsschule der Heiligen Familie St. Kilian in Lebenhan. Im April 1952 wechselte er in das Missionshaus Bethanien in Düren und besuchte dort das Stiftische Gymnasium, an dem er am 14.04.1954 das Abitur ablegte.

Pater Wilhelm Niestroj

Am 12.05.1954 trat Pater Niestroj in das Noviziat der Missionare von der Heiligen Familie in Mühlbach ein und legte dort am 13.05.1955 seine erste Ordensprofeß ab. Anschließend studierte er an der ordenseigenen Hochschule in Ravengiersburg Philosophie und Theologie (1955 bis 1960). 

Am 02.04.1960 wurde er im Hohen Dom zu Trier zum Priester geweiht. Zur Fortsetzung seiner Studien wechselte er an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn und erweiterte sein Wissen in den Fächern Germanistik, Latein und Theologie für das Lehramt (1960 bis 1964). Zwei Jahre später, am 31.10.1966, legte er sann Zweites Staatsexamen als Gymnasiallehrer ab. Praktische Lehrerfahrung erwarb Pater Niestroj sich am Gymnasium Maria Königin und am Städtischen Gymnasium, beide in Lennestadt. (1967 bis 1974) und arbeitete von 1974 bis 1990 am Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt Augustin. 

Neben dem Schuldienst wirkte er als Priester und Seelsorger an seinem Wohnort. Nach der Pensionierung half er als Subsidiar in Sankt Augustin-Mülldorf, -Menden und -Meindorf aus. 

Pater Wilhelm Niestroj starb am 29.03.2003 in Siegburg im Alter von 76 Jahren an einem plötzlichen Herztod.



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