Lewald Ursula Dr. phil., 1912, Niederschlesien


Geboren am:

21.10.1912 in Niederschlesien 

Gestorben am: 27.06.1979 in Erpel 
Verheiratet:nein
Kinder:nicht bekannt
Geschwister:

1 Bruder

Eltern: Eheleute Lewald-Trimborn 

Aus ihrem Leben

Ursula Lewald wurde am 21.10.1912 in Niederschlesien als erstes Kind der Eheleute Lewald-Trimborn geboren. Nach dem Abitur studierte sie in München und Berlin, wo sie bei Ulrich Stutz über ein kirchenrechtliches Thema promoviert wurde. Drei Jahre war sie dann im Kirchenministerium tätig. 

Bei Ausbruch des Krieges übernahm sie für ihren im Felde stehenden Bruder die Leitung des ritterlichen Familiengutes Nieder-Wiesenthal bis zur Vertreibung aus Schlesien im Jahre 1946. In der Russen- und Polenzeit ging sie mutig zur Erkundung über die Neiße und zurück. Mit ihren Angehörigen fand sie im Jahre 1947 Zuflucht im großelterlichen Haus in Erpel am Rhein. 

1948 übernahm sie eine Assistentenstelle am Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande der Universität Bonn bei Professor Steinbach. Dieses ihr zunächst fremde Teilgebiet der Geschichte vermittelte sie mit großem Erfolg über dreißig Jahre hinweg sowohl in der akademischen Lehre als auch zahlreichen Heimatfreunden im Rheinland. Vor allem als verantwortliche Schriftleiterin der Rheinischen Vierteljahrsblätter nahm sie wesentlichen Anteil an der Entwicklung der rheinischen Geschichtsforschung. Weit über das Rheinland hinaus besaß sie Achtung und Ansehen, als sie 1978 als akademische Oberrätin in den verdienten Ruhestand trat. Sie blieb ihrer Familie, den Freunden und der Wissenschaft bis zu ihrem Tod eng verbunden.

Ursula Lewald starb am 27.06.1979 in Erpel am Rhein im Alter von 66 Jahren.


Gedenkseite 450