Jihlava (Iglau), Tschechien


Jihlava (deutsch Iglau) ist eine Mittelstadt in Tschechien, die direkt an der böhmisch-mährischen Grenze liegt. Sie ist ein Zentrum der Region Vysočina und die älteste Bergstadt in den böhmischen Ländern. 

Vom 16. März 1939 bis zum 9. Mai 1945 war Iglau/Jihlava Bezirksstadt im Protektorat Böhmen und Mähren und Sitz eines Oberlandrats. Die deutschen Bewohner wurden deutsche Staatsbürger, ein deutscher Kommunalpolitiker ernannter Bürgermeister. Ziel der nationalsozialistischen Machthaber war, aus Iglau eine deutsche Stadt zu machen. Die tschechischen Einwohner wurden Protektoratsangehörige.

Wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die deutschen Bürger aufgrund der Beneš-Dekrete enteignet und, zum Teil, in verlustreichen Fußmärschen in Richtung Süden nach Österreich zwangsausgesiedelt. Die restlichen deutschen Bewohner der Iglauer Sprachinsel wurden bis zum 26. September 1946 in 16 Eisenbahntransporten ausgesiedelt. Nur einige wenige durften bleiben. Die Zahl der aus der Iglauer Sprachinsel stammenden, im Jahr 1945 umgekommenen Deutschen wird mit 2.000 beziffert.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


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